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Tipps zum Berufseinstieg

Nach dem Studium zielgenau im gewünschten Beruf landen – dies wünschen sich wohl alle Studierenden. Wiederum haben wir zusammen mit Dr. Markus Diem, Studienberater der Universtität Basel, Tipps dazu zusammengestellt, wie man dies am besten anpackt.

Typische Berufswege führen für Absolventinnen und Absolventen eines sprach- und literaturwissenschaftlichen Studiums in den Bereich der Ausbildung (Schule, Erwachsenenbildung, Fachhochschule), die Verwaltung sowie in Marketing, Werbung und Kommunikation, v.a. Unternehmenskommunikation, in die Medien und in Verlage (vgl. auch die Rubrik Arbeitsfelder). Ein Teil der Absolventen und Absolventinnen nimmt natürlich auch eine akademische Karriere in Angriff mit einem Doktorat, akademischen Stellen als wissenschaftliche Miterabeitende oder Assistierende und dann einer Habiliation für die Qualifikation für einen Lehrstuhl (vgl. Tipps zum Doktorat).

Der Eintritt von Absolventinnen oder Absolventen mit einem Bachelor oder Master in einem Studienfach der Sprach- und Literaturwissenschaften in die Berufswelt fasst Markus Diem, Studienberater der Universität Basel, mit folgendem Bild: Eine Absolventin oder ein Absolvent ist wie ein Gleitschirmflieger, der in der ersten Flugstunde vom Wind durchgeschüttelt über dem Feld kreist, aber drei Steuerungsleinen an seinem Gleitschirm hat: Praktika, Projekte und Beziehungen. Für die erste Phase der beruflichen Orientierung müssen nach dem Studium im Schnitt etwa drei Jahre einberechnet werden, bis man sich in einem Berufsfeld etabliert hat.

Praktika sollten möglichst studiumsbegleitend absolviert werden, v.a. in den Semesterferien, aber auch während der Vorlesungszeit. Es lohnt sich, gezielt jene Tätigkeitsbereiche herauszusuchen, die einem für zukünftige Tätigkeiten attraktiv erscheinen. Dafür kann man nicht auf Ausschreibungen warten, sondern muss selbst die Initiative ergreifen und interessante Firmen oder Institutionen kontaktieren.

Projekte können etwa die Masterarbeit oder andere Arbeiten sein, die man an der Universität gemacht hat und die es einem erlauben, sich in ein spezifisches Thema einzuarbeiten, das auch für Bereiche ausserhalb der Universität von Relevanz ist. Projekte können aber auch Freiwilligenarbeit umfassen.

Last but not least spielen natürlich auch Beziehungen eine grosse Rolle, wie in anderen Fachbereichen auch. Berufliche Beziehungen müssen schon während des Studiums mit oben genannten Praktika oder Projektarbeit aufgebaut und gepflegt werden, aber auch andere Beziehungen aus dem Freundeskreis, aus Vereinen oder Freiwilligenarbeit sind wertvolle Ressourcen.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass all diejenigen den Sprung in eine erfolgreiche Berufskarriere schaffen, die schon während des Studiums eine Verbindung zur Welt ausserhalb des Studiums aufgebaut haben.

Markus Diem warnt explizit davor, nach dem Master den Eintritt in die Berufswelt hinauszuzögern. Sei dies durch ausgedehnte Auslandsaufenthalte oder sei dies durch die Aufnahme von Weiterbildungen, wie z.B. im Bereich des Kulturamanagements oder der PR, die nur dann sinnvoll sind, wenn schon entsprechende Arbeitserfahrungen vorhanden sind. Nach dem Master, so Diem, gilt es zuerst in der Berufswelt zu landen und sich zu etablieren, bevor es weitergehen kann.

Für Unterstützung bei der Laufbahnplanung, v.a. auch in Bezug auf Weiterbildungen, kann man sich ebenfalls an die Berufsberatungen wenden. Einige Universitäten haben auch Career Centers, die Studierende und Absolventinnen und Absolventen bei der Stellensuche und bei den Bewerbungsverfahren unterstützen.

Marion Regenscheit, MA Literatur- und Medienwissenschaften, Universität Basel:

«Neben dem Studium habe ich an verschiedenen Orten wie z.B. beim Schwabe Verlag und am Basler Literaturhaus gearbeitet. Das hat mir die Entscheidung, wo ich nach dem Masterabschluss beruflich hin möchte, erleichtert. Ausserdem konnte ich so viele nützliche Kontakte knüpfen. »