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Fachportal der Sprach- und Literaturwissenschaften in der Schweiz

Themendossier Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeit - multilinguisme - plurilinguismo - plurilinguitad - multilingualism - Многоязычие - meertaligheid - 多言語主義 - multilingüismo - تعدد اللغات - Shumëgjuhësia - Lugha nyingi - 多種語言 - רב לשוניות - बहुभाषावाद - Ubuliminingi - Çok dillilik - Flerspråkighet - Višejezičnost

Willkommen im neuen Themendossier!
Entdecken Sie die Dimensionen von Mehrsprachigkeit in der viersprachigen Schweiz und in einer zunehmend globalisierten Welt, die gesellschaftlichen Chancen und Herausforderungen im Bereich Mehrsprachigkeit, aktuelle Diskussionen und was die sprachwissenschaftliche Forschung dazu beitragen kann.

Mini-Webserie: Interviews zum Thema Mehrsprachigkeit mit ExpertInnen

Welche sprachpolitische Bedeutung haben universitäre Sprachenzentren? Wird an Universitäten bald nur noch Englisch gesprochen und geschrieben? Welche Herausforderungen bringt die zunehmende Mehrsprachigkeit für die Gesellschaft und Individuen mit sich? Welchen Beitrag kann sprachwissenschaftliche Forschung in öffentlichen und politischen Debatten zum Thema Mehrsprachigkeit liefern? Was erforschen MehrsprachigkeitsforscherInnen eigentlich genau? Und weshalb ist die Sprachsituation in der Deutschschweiz für MigrantInnen, die Deutsch lernen, mit Schwierigkeiten und gleichzeitig mit Vorteilen verbunden?

In unserer Mini-Webserie stellen wir diese und viele weitere interessante Fragen interessanten Persönlichkeiten und ExpertInnen auf dem Gebiet der Mehrsprachigkeit:

Die Dimensionen der Mehrsprachigkeit in Graubünden – Interview mit den Sprachwissenschaftlern Dr. Oscar Eckhardt und Prof. Dr. Vincenzo Todisco

"Von einem viersprachigen ist die Schweiz zu einem vielsprachigen Land geworden. Diese Vielfalt zu pflegen und zu erhalten, darauf achten, dass die Minderheiten eine Stimme bekommen, ist eine grosse Herausforderung, der sich Politik und Schule stellen müssen."

Dr. Oscar Eckhardt, Redaktionsleiter und Prof. Dr. Vincenzo Todisco, Redaktionsmitglied von pluriling-gr.ch beantworten in einem exklusiven Interview für lang-lit.ch Fragen zur neuen Online-Publikation pluriling-gr.ch und zur schweizerischen und bündnerischen Mehrsprachigkeit mit all ihren Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft und Individuum.

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Interview mit Aleksandra Opacic, Co-Leiterin CAS Alphabetisierung im DaZ-Unterricht

Nebst dem Bachelor Sprachliche Integration bietet die ZHAW mit dem CAS (Certificate of Advanced Studies) Alphabetisierung im DaZ-Unterricht auch eine neue Weiterbildung im Kontext Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache an.

Aleksandra Opacic, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungs- und Arbeitsbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) und Co-Leiterin des CAS Alphabetisierung im DaZ-Unterricht an der ZHAW, beantwortet im Interview Fragen zu Mehrsprachigkeit, Alphabetisierung und Fremdspracherwerb sowie zum neuen Weiterbildungsangebot.

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Berufsportait und Interview mit Beatrice Mall-Grob, Kursleiterin und Koordinatorin für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Basel

"Mehrsprachigkeit und Interkulturalität gehen Hand in Hand"

Dr. Beatrice Mall-Grob beantwortet in unserem Interview Fragen zu ihrer beruflichen Tätigkeit am Sprachenzentrum der Universität Basel sowie zum Thema Mehrsprachigkeit und Deutsch als Fremdsprache.

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Presseartikel und Diskussionsbeiträge zum Thema Mehrsprachigkeit

Wie ein Blick in unsere Rubrik In der Diskussion zeigt, stösst das Thema Mehrsprachigkeit in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse und wird auch häufig von den Medien aufgegriffen. Im Folgenden finden Sie Presseartikel und Medienbeiträge zum Thema Mehrsprachigkeit und können zudem entdecken, wie sich Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen als ExpertInnen in Interviews oder eigenen Beiträgen dazu äussern.

Bezeichnet als Medienecho sind journalistische Artikel bzw. Sendungen und Interviews aus der Presse und aus Online-Medien.
Als Diskussionsbeiträge vermerkt sind Kommentare und Beiträge von Literatur- und SprachwissenschaftlerInnen oder anderen ExpertInnen.

So ist die Mehrsprachigkeit in der Schweiz entstanden

Medienecho

NZZ, 31.7.2018 - Von Christophe Büchi

Die Schweizer Sprachgrenzen sind im Frühmittelalter entstanden, als Produkt komplexer Migrations- und Assimilationsbewegungen. Daraus lassen sich Lehren für die heutige Zeit ziehen – aber nicht unbedingt diejenigen, die oft gezogen werden.

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Zu wenig Interessenten für den Italienischunterricht in der Urner Oberstufe – eine innovative Lösung

Medienecho

Luzerner Zeitung, 19.04.2017 - Von Salome Infanger 

Seit 2012 ist der Italienischunterricht an der Oberstufe des Kantons Uri ein Wahlfach, das die SchülerInnen als zusätzliches Schulfach zum obligatorischen Schulplan belegen können. Das Besondere daran ist, dass der Unterricht hauptsächlich auf einer Online-Plattform via Liveübertragung stattfindet. Vielmehr als einem Innovationswillen geschuldet, ist das Konzept eigentlich eine Notlösung: Zu wenig Interessierte aus den verschiedenen Gemeinden und Jahrgängen melden sich, damit Kurse vor Ort angeboten werden können. Trotz allem will man im Kanton Uri am Italienischunterricht auf der Oberstufe festhalten und den  Jugendlichen weiterhin die Möglichkeit bieten, die Sprache des Nachbarkantons zu lernen.

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Frühfranzösisch: Ausdauer statt Aufgabe

Medienecho

Tagblatt, 08.04.2017 - Von Arcangelo Balsamo

Trotz den unbefriedigenden Ergebnissen wird in St. Gallen weiterhin ab der Primarschule Französisch unterrichtet. Von diesem Entschluss der vorberatenden Kommission berichtet am 8. April 2017 das Tagblatt. Da die ewige Frage der eventuellen Überlastung der SchülerInnen noch durch keine zuverlässige wissenschaftliche Studie abschliessend beantwortet werden konnte, müsse man solange der Schweizer Mehrsprachigkeit gerecht bleiben.

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Ist die Schweiz wirklich ein mehrsprachiges Land?

Medienecho und Diskussionsbeitrag

swissinfo, 30.8.2016 - Artikel von Gerhard Lob und Kommentar von Sabine Christopher

Swissinfo veröffentlichte mitten in den Diskussionen über die Abschaffung des Frühfranzösischen in der Deutschschweiz einen Artikel, der die Lage des Italienischen in der Schweiz wieder in den Vordergrund zu rücken versucht. Denn, obwohl der Gesundheitszustand des Italienischen im Tessin stabil bleibt (während in Italienischbünden die Situation etwas komplexer ist), rückt es in der nicht-italienischsprachigen Schweiz immer weiter in den Hintergrund, wird immer weniger gelernt und unterrichtet und in Bundesbern auch wenig gesprochen. Das steht im Gegensatz zum sonst großen Interesse der Schweizer für Italien und seine Kultur.
 
Sabine Christopher, wissenschaftliche Mitarbeiterin des OLSI (Osservatorio linguistico della Svizzera italiana), ergreift in ihrem Kommentar die Gelegenheit, um auf die in den letzten Jahren erhobenen Daten über das Italienische in der Schweiz hinzuweisen. Diese bestätigen und nuancieren den Grundtenor des Artikels von Swissinfo.

Zum Artikel und Kommentar

Guerre des langues: des inquiétudes justifiées?

Medienecho

Le temps, 5.4.2016 - Editorial de Sylvain Besson

L’abandon du français à l’école primaire par certains cantons alémaniques ne menace pas la cohésion nationale. Le mauvais niveau d’allemand en Suisse romande est plus préoccupant.

Lire l'Editorial de Sylvain Besson: Un problème des langues en Suisse? S’il existe, il est romand 

 

Diskussionsbeitrag

Le temps, 27.4.2016- Tribune de Mirjam Egli Cuenat et Giuseppe Manno

Mirjam Egli Cuenat, Professeure de didactique des langues et de linguistique appliquée, et Giuseppe Manno, Professeur de didactique des langues romanes et privat-docent en linguistique française, publient dans les pages du Temps une tribune sous le titre Le français en Suisse alémanique en réaction à l’éditorial de Sylvain Besson paru le 5 avril 2016. Au lieu de s’inquiéter de la disparition du français au primaire dans les écoles thurgoviennes, ce dernier jugeait plus urgent de se pencher sur le manque de maîtrise de l’allemand chez les écoliers romands. Un tel avis est aux yeux des auteurs une manifestation du renfermement progressif des Romands, qui s’effectuerait au détriment d’une relation entre les communautés linguistiques suisses.

Migration und Mehrsprachigkeit - Deutschbefehl auf dem Pausenplatz

Medienecho

NZZ, 29.1.2016 - Von Boas Ruh

Neue Sprachregelung in Egerkingen: In der Primarschule wird Kindern verboten, auf dem Schulareal andere Sprachen als Deutsch zu sprechen. Wer nicht gehorcht, muss für Extra-Deutschunterricht nachsitzen, wofür die Eltern CHF 550.- zu zahlen haben. Diese Neuregelung soll den Deutscherwerb ausländischer Kinder fördern und die sprachliche Ausgrenzung von Schweizer Kindern vermeiden.

Der im Artikel beschriebene, umstrittene Fall ist ein interessantes Beispiel für die Diskussion um den Umgang mit Mehrsprachigkeit auf dem Schulhof und damit zusammenhängenden Problemen bzw. die Sprachpolitik an Schulen.

Zum Artikel

Forschungsporträts zur Mehrsprachigkeitsforschung

Nicht nur in gesellschaftlichen und sprachpolitischen Debatten ist Mehrsprachigkeit ein relevantes Thema, selbstverständlich beschäftigt sich auch die sprachwissenschaftliche Forschung damit.
Entdecken Sie hier Forschungsprojekte, die zu unterschiedlichsten Aspekten des Themas Mehrsprachigkeit in der Schweiz durchgeführt wurden und werden.

Humanitarian Action and Translation: Exploring Switzerland's Language Practices and Policies in the Red Cross Child Evacuations During the Second World War 

Zum Forschungsporträt

A Web of Care: Linguistic resources and the management of labor in the Swiss healthcare industry

Zum Forschungsporträt

 

Publikationen zum Thema Mehrsprachigkeit

Babylonia: Zeitschrift für Sprachunterricht und Sprachenlernen mit multikultureller und mehrsprachiger Ausrichtung

Babylonia ist eine Idee: Eine mehrsprachige und multikulturelle, offene und tolerante Gesellschaft.

Mit ihrer multikulturellen und mehrsprachigen Ausrichtung ist die Zeitschrift Babylonia ein Arbeitsinstrument für alle, die sich beruflich mit dem Erlernen, dem Unterricht und der Didaktik der Sprachen auseinandersetzen.

Babylonia veröffentlicht Beiträge von Sprachlehrern, Sprachdidaktikern und Sprachforschern, immer in der Originalsprache, mit einer kurzen Zusammenfassung in einer anderen Sprache. Die Redaktion orientiert sich an folgenden Leitgedanken:

  • die Sprache nicht nur als Kommunikationsmittel zu betrachten, sondern auch als Ausdruck kultureller Identität und als Mittel der Annäherung und Verständigung zwischen verschiedenen Denk- und Lebensformen; 
  • die Möglichkeit wahrzunehmen, Brücken zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, im gegenseitigen Interesse jener, die im Unterricht und in der Forschung tätig sind; 
  • die Gelegenheit zu schaffen, Beziehungen zwischen verschiedenen Sprachen und unterschiedlichen Schultypen herzustellen; 
  • die Chancen einer offenen Sprachdidaktik aufzuzeigen, welche die Fähigkeiten der Lernenden besser erschliesst, die didaktischen Hilfsmittel besser ausnützt sowie Muttersprache und Fremdsprache stärker verbindet. 

Babylonia bietet Ihnen die Möglichkeit,

  • Informationen zu didaktischen Innovationen und zur Forschung auf dem Gebiete des Sprachunterrichts und des Sprachenlernens aus erster Hand zu erhalten; 
  • über im Unterrichtsalltag erprobte Materialien zu verfügen bzw. sie vorzustellen; 
  • sich über die Aktualität der Sprachen in Schule und Politik, in der Schweiz und in Europa zu informieren; 
  • einen Beitrag zur Verwirklichung einer mehrsprachigen und multikulturellen Gesellschaft zu leisten.

Zur Webseite

Die Ausgabe Nr. 1 (2020) beschäftigt sich mit dem Thema «Le français en Suisse».
Zur Ausgabe

Découvrez la langue française en Suisse à travers des quizzes, des chansons et bien plus encore sur le site web Le français en Suisse.

4 Fliegen mit einer Klappe

Dieses Buch ist zweifellos eines der wenigen viersprachigen Bücher auf Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch und Französisch, das es überhaupt gibt. Sie schlagen damit nicht nur zwei, sondern gleich vier Fliegen mit einer Klappe! In diesem Buch werden Redewendungen miteinander verglichen, die in den vier Schweizer Sprachregionen verwendet werden. Bereichert wird es durch Zeichnungen von Illustratorinnen und Illustratoren aus der ganzen Schweiz. Es ist ein Buch, das sich in Bern, Scuol, Bellinzona oder Neuchâtel genauso gut entdecken lässt wie da, wo Sie sich jetzt gerade befinden.

Mehr erfahren und Buch bestellen

Zur Webseite des Projekts «4 Fliegen mit einer Klappe»

Webportale und Online-Publikationen zum Thema Mehrsprachigkeit

Portal für sprachkulturelle Verständigung des Forum Helveticum

Das Forum Helveticum, als Ort der Begegnung und des Dialogs 1968 gegründet, engagiert sich für die sprachkulturelle Verständigung zwischen den Sprachregionen in der Schweiz. In diversen Fragen in den Bereichen Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur tätig, übernimmt das Forum Aufgaben der Information, Beratung, Sensibilisierung und des Networking. Auf dem Portal für sprachkulturelle Verständigung des Forum Helveticum sind aktuelle Informationen, verschiedene Projekte, Dossiers und vieles mehr zum Thema der Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften in der Schweiz zu finden.

Portal für sprachkulturelle Verständigung des Forum Helveticum

Dokumentationsstelle und Webportal Mehrsprachigkeit des Institut für Mehrsprachigkeit in Freiburg/Fribourg

Das Webportal Mehrsprachigkeit der Dokumentationsstelle des Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit in Freiburg/Fribourg bietet eine laufend aktualisierte Online-Bibliographie von wissenschaftlichen Publikationen wie auch allgemeinen Medienberichten aus der Schweiz sowie einen Wegweiser zu nützlichen Online-Quellen. Daneben betreibt das Kompetenzzentrum einen Auskunftsservice für alle Themen rund um Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen.

Zur Dokumentationsstelle und zum Webportal des Instituts für Mehrsprachigkeit

Pluriling.ch: Online Publikation zu Bedeutung und Dimension der Mehrsprachigkeit in Graubünden

Ein Team aus Sprachkundigen der Pädagogischen Hochschule Graubünden und des Instituts für Kulturforschung Graubünden versucht, mit der stetig wachsenden Online-Publikation pluriling.ch, Hintergründe zur Bündner Mehrsprachigkeit und deren Besonderheiten aufzuzeigen.

Einige Themen rund um die Mehrsprachigkeit in Graubünden sind im Verlauf der Forschung thematisiert worden. Für andere fehlen aktuelle Analysen. Auf jeden Fall besteht Informations- und Diskussionsbedarf. Die Pädagogische Hochschule Graubünden(PHGR) und das Institut für Kulturforschung Graubünden(IKG) möchten das Thema der Mehrsprachigkeit in Graubünden in seinen vielfältigen Dimensionen ausleuchten und mit den heute zur Verfügung stehenden digitalen Möglichkeiten mit einer Internet-Plattform zur Diskussion stellen. 

Zu pluriling.ch

Dr. Oscar Eckhardt, Redaktionsleiter und Prof. Dr. Vincenzo Todisco, Redaktionsmitglied von pluriling-gr.ch, haben in einem exklusiven Interview für unser Fachportal Fragen zur neuen Online-Publikation pluriling-gr.ch und zur schweizerischen und bündnerischen Mehrsprachigkeit mit all ihren Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft und Individuum beantwortet.

Zum Interview

Site internet du projet "Vaud Multilingue"

Vaud Multilingue est une initiative des linguistes de l’Université de Lausanne visant à populariser et à rendre visible la recherche actuelle en linguistique effectuée au sein du canton de Vaud. Le but de ce projet est de démontrer la pertinence de ces recherches à l’égard de la société. Les linguistes impliqués dans ce projet proviennent de plusieurs sections, à savoir: la section d’anglais, d’espagnol, d’italien, d’allemand, des sciences du langage et de l’information, de français, de l’école de français langue étrangère, du Centre de langues UNIL et de la section des langues et civilisations slaves. L'initiative a pour but de sensibiliser le grand public, tant universitaire qu’extra-universitaire, aux opportunités et enjeux qu’offre l’immense diversité linguistique dont bénéficie notre canton.

Les linguistes responsables de l'initiative mettent à disposition sur le site internet de Vaud Multilingue des contenus scientifiques pertinents afin de saisir les enjeux linguistiques présents dans le canton, en Suisse et dans le monde entier.

Site web Vaud Multilingue

Webseite des Projekts "4 Fliegen mit einer Klappe"

Das Projekt «4 Fliegen mit einer Klappe», das seinen Anfang in der italienischen Schweiz genommen hat und das dank der vielfältigen Kompetenzen unterschiedlicher Partner aus der ganzen Schweiz umgesetzt werden konnte, bietet einen sprachlichen und kulturellen Begegnungsort zwischen den verschiedenen Sprachregionen unseres Landes. Das Projekt umfasst dabei nicht nur ein Buch, in dem Redewendungen in den vier Landessprachen miteinander verglichen werden, sondern auch Lehrmittel für Schulen (Arbeitsmaterialien für den Italienischunterricht) sowie interaktive Inhalte für die breite Öffentlichkeit. 

Die Website soll eine Entdeckungsplattform sein und Inhalte zur Verfügung stellen, die in Ergänzung zum Buch 4 Fliegen mit einer Klappe erstellt worden sind und die Möglichkeit bieten, auf originelle, spielerische und interaktive Weise mit den verschiedenen Landessprachen der Schweiz in Kontakt zu treten. Ist Ihre Aussprache der fünf rätoromanischen Idiome noch nicht ganz perfekt? Ist eine der aufgeführten Redewendungen noch nicht Teil Ihres Sprachgebrauchs? Dann ist es höchste Zeit, einen Blick auf diese Seite zu werfen.

Zur Webseite des Projekts «4 Fliegen mit einer Klappe»

Mapa del español en Suiza

En esta página se presentan datos sobre la presencia de la lengua española en Suiza. Suiza es un país plurilingüe, con cuatro lenguas oficiales. Pero además de las lenguas nacionales, en Suiza se hablan también otras lenguas, y el español, una de las lenguas más habladas a nivel global, es una de ellas. Pero ¿cuántos hispanohablantes hay en Suiza? ¿Dónde se habla español? ¿Dónde se enseña y se estudia la lengua? ¿Cuál es la importancia del español en comparación con otras lenguas que se hablan en el país? Intentaremos dar respuestas a estas y a otras preguntas. Hemos tratado de presentar los datos en mapas y en gráficos, no sin señalar que en muchos casos, según los criterios, las imágenes pueden cambiar: no es fácil conseguir datos que correspondan a criterios comparables. Aun así, esperamos que los datos que presentamos permitan dar una impresión de la situación de una de las lenguas no nacionales más habladas y más estudiadas en Suiza.

Página web

Institutionen der Mehrsprachigkeit und Mehrsprachigkeitsforschung

Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg / Institut de Plurilinguisme Université Fribourg

Sprachenpolitik, Schule und Unterricht, Sprachkompetenzen und deren Evaluierung, Migration und Arbeitswelt  - dies sind die wichtigsten Forschungsfelder des Instituts für Mehrsprachigkeit. Es greift in diesen Bereichen aktuelle Fragen rund um die Mehrsprachigkeit kritisch auf, nimmt aktiv an den gesellschaftlichen Diskussionen teil und widmet sich dem Wissenstransfer.

Zur Webseite des Instituts

Das Webportal Mehrsprachigkeit der Dokumentationsstelle des Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit in Freiburg/Fribourg bietet eine laufend aktualisierte Online-Bibliographie von wissenschaftlichen Publikationen wie auch allgemeinen Medienberichten aus der Schweiz sowie einen Wegweiser zu nützlichen Online-Quellen. Daneben betreibt das Kompetenzzentrum einen Auskunftsservice für alle Themen rund um Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen.

Zur Dokumentationsstelle und zum Webportal des Instituts für Mehrsprachigkeit

Lia Rumantscha

Die Lia Rumantscha mit Sitz in Chur und regionalen Aussenstellen in Ilanz/Glion, Scuol und Savognin wurde 1919 als Dachverband aller rätoromanischen Sprachvereine gegründet. Die Lia Rumantscha hat eine Vision: Auch die nachfolgenden Generationen verwenden die romanische Sprache mit Freude. Damit aus dieser Vision Wirklichkeit wird, will die Lia Rumantscha die Rätoromaninnen und Rätoromanen für den Wert ihrer Sprache und Kultur sensibilisieren und sie motivieren, im Alltag aktiv Rätoromanisch zu sprechen und zu schreiben. Durch ihren Auftrag, die Bundes- und Kantonsgelder für die Förderung der romanischen Sprache und Kultur einzusetzen, erfüllt sie einen öffentlich-rechtlichen Auftrag.

Zum Porträt der Lia Rumantscha 

Zur Webseite der Lia Rumantscha 

L'Osservatorio linguistico della Svizzera italiana (OLSI)

L'Osservatorio linguistico della Svizzera italiana (OLSI) è stato istituito nel 1991 dal Consiglio di Stato del Cantone Ticino su proposta della Commissione culturale consultiva. È finanziato con l'Aiuto federale al Cantone Ticino per la salvaguardia e promozione della lingua e cultura italiana, come ribadito nell'articolo 24 dell'"Ordinanza sulle lingue nazionali e la comprensione tra le comunità linguistiche" (2010). 

Sito web

"Für mich sind die verschiedenen Sprachen verschiedene Ringe einer Identität oder verschiedene Kleidungsstücke, in die man schlüpfen kann."

Dr. Sabina Schaffner, Direktorin des Sprachenzentrums der Universität und ETH Zürich und Dozentin für Polnisch.

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"Das Miteinander von Sprachen gehört zum Selbstverständnis der Schweiz und der Schweizerinnen und Schweizer - wobei dieses Miteinander ja nicht selten ein Gegeneinander ist, wenn es um die Organisation von Sprachen geht."

Prof. Dr. Thomas Studer, Direktor des Instituts für Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg und Ordentlicher Professor für Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache an der Universität Freiburg.

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"Meiner Meinung nach werden in der breiten Öffentlichkeit keine oder zu wenige grundlegende sprachpolitische Debatten geführt."

Dr. Oscar Eckhardt, Projektleiter für linguistische Studien am Institut für Kulturforschung Graubünden und Redaktionsleiter der Internetplattform pluriling-gr.ch.

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"Wenn ich an die [...] Mehrsprachigkeit [an meinem Arbeitsort Fribourg] denke, dann ist das passende Adjektiv meiner Meinung nach bunt."

Giulia Berchio, Doktorandin am Institut für Mehrsprachigkeit der Universität und PH Freiburg und am Departement für Mehrsprachigkeitsforschung und Fremdsprachendidaktik der Universität Freiburg.

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"Aus eigener Erfahrung [kann ich] die Relevanz der Sprache in der Integration und der Integration in der Sprache nachvollziehen und weiss, wie sehr es sich lohnt, sich dafür einzusetzen."

Dr. Marina Petkova, Linguistin und Co-Studiengangleiterin des Bachlorstudiengangs Sprachliche Integration am Departement für Angewandte Linguistik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

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"L’activité du [linguiste] consiste à étudier de manière neutre et objective les comportements langagiers humains, une tâche à la fois complexe et passionnante."

Audrey Bonvin, assistante diplômée à l’Université de Fribourg et candidate au doctorat à l'Institut de plurilinguisme, Université et HEP Fribourg

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"[Funktionale Mehrsprachigkeit] bedeutet, dass jeder Mensch ein Repertoire an verschiedenen Sprachen, zu verschiedenen Zwecken und auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus zur Verfügung hat. Dieses Konzept relativiert die jahrzehntelange Annahme, dass eine Sprache nur dann beherrscht wird, wenn sie formal einwandfrei gesprochen wird."

Prof. Dr. Vincenzo Todisco, Inhaber der Sonderprofessur Integrierte Mehrsprachigkeitsdidaktik Schwerpunkt Italienisch an der PH Graubünden und Redaktionsmitglied der Internetplattform pluriling-gr.ch.

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"Mon projet de thèse concerne les compétences pragmatiques en FLE (Français langue étrangère). Les compétences pragmatiques impliquent la capacité de l’apprenant de savoir s’exprimer de manière appropriée et de comprendre un autre locuteur selon la situation."

Simone Morehed, assistante diplômée au département de plurilinguisme et didactique des langues étrangères à l’Université de Fribourg et candidate au doctorat à l'Institut de plurilinguisme, Université et HEP Fribourg.

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