Tipps zum Studium

In einem Studium müssen viele Hindernisse und Hürden überwunden werden. Hier ein paar Tipps zur Selbsthilfe.

Einstieg ins Studium

  • Studienneulinge haben meistens Hunderte von Fragen: Was muss ich zuerst belegen, wie viele Lehrveranstaltungen kann ich in einem Semester belegen? Wie kann ich mich überhaupt zu Lehrveranstaltungen anmelden? – Solche Fragen werden in den meisten Studiengängen an Informationsabenden für Studienneulinge beantwortet. Gehen Sie hin, stellen Sie Ihre drängendsten Fragen und kommen Sie zum ersten Mal ins Gespräch mit Dozentinnen und Dozenten und Kommilitoninnen und Kommilitonen aus Ihrem Fach.
  • Informieren Sie sich genau über den Studienplan in Ihrem Fach und halten Sie sich daran. In den meisten Studienfächern finden «kreative» Stundenplangestaltungen wenig Anklang.
  • Überfordern Sie sich zu Beginn des Studiums nicht. Im ersten Semester sind Sie meist noch damit beschäftigt, sich ganz grundsätzlich an der Uni zurechtzufinden, dies betrifft auch ganz praktische alltäglich Dinge. Dies gilt besonders auch, wenn Sie in eine neue Stadt gezogen sind. Belegen Sie also nur die obligatorischen Veranstaltungen und allenfalls einige wenige Kurse oder Vorlesungen zusätzlich, die Sie wirklich interessieren, und geben Sie sich Zeit, in die neue Lebensform einzutauchen.

Während des Studiums

  • Es kann vorkommen, dass ein Studium nicht den Erwartungen entspricht oder dass es einen überfordert. Zögern Sie nicht, in solchen Fällen die Hilfe der Studienberatung oder Berufsberatung in Anspruch zu nehmen. Es macht wenig Sinn, in einem Studium auszuharren, von dem man sich schon innerlich verabschiedet hat. Ein Wechsel des Studienfachs, so Markus Diem, ist im BA/MA-System meist keine grosse Sache mehr. Man verliert zwar ein Semester, aber oft können sogar Kreditpunkte übernommen und im neuen Studienfach angerechnet werden.
  • Seien Sie mobil und machen Sie ein Auslandsemester. Es erweitert Ihren Horizont sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht. Ebenso ist es für zukünftige Arbeitgeber ein Zeichen dafür, dass Sie mobil und selbständig sind und sich in neuen Situationen zurechtfinden können.

Übergang BA in den MA

  • Seit der Einführung des Bologna-Systems mit dem BA/MA-System gewinnt der Übergang vom BA in den MA an Bedeutung. Legen Sie einen gedanklichen Boxenstopp ein und fragen Sie sich: Bin ich wirklich im richtigen Studium an der richtigen Universität? Soll ich das Fach wechseln? Soll ich mein Studium an einer anderen Universität fortsetzen?
  • Im Masterstudium sind die Studienangebote der Sprach- und Literaturwissenschaften zunehmend von den Forschungsschwerpunkten der Dozierenden geprägt. Falls Sie schon zu Beginn des Masters ein ausgeprägtes Interesse für eine Spezialisierung innerhalb Ihres Faches entwickelt haben, lohnt es sich durchaus, an eine andere Universität zu wechseln, wenn dort eine Professorin oder ein Professor diesen Schwerpunkt vertritt. Wenn Sie eine wissenschaftliche Karriere ins Auge fassen, ist es darüber hinaus wichtig, zwei verschiedene Studienorte im Lebenslauf zu haben. Das zeigt Ihre Flexibilität und Mobilität.
  • Oder soll ich gleich den Übertritt in die Berufspraxis wagen? – Bis vor kurzem galt der BA in der Arbeitswelt wenig und es war die Regel, dass eine Masterstudium angeschlossen wurde. Inzwischen scheint sich hier aber etwas zu ändern. Es gibt mittlerweile einige Studierende, die schon nach dem BA in die Arbeitswelt wechseln. Momentan lässt es sich aber schwer abschätzen, wie die Chancen für BA-Absolventinnen und -Absolventen auf dem Arbeitmarkt sind.


Soziales

  • Studieren kann manchmal etwas einsam sein. Schliessen Sie sich in Arbeits- oder Lerngruppen zusammen, engagieren Sie sich in Fachschaften, die die Interessen der Studierenden an der Universität vertreten, oder machen Sie in einer Theatergruppe mit oder profitieren Sie vom grossen Sportangebot an der Uni. Warten Sie nicht, dass man auf Sie zukommt, Sie müssen den ersten Schritt tun.
  • Nie mehr im Leben hat man so viel Zeit, sich Wissen anzueigenen. Versuchen Sie auch in stressigen Phasen nicht die Freude daran zu verlieren. Nutzen Sie auch die vielfältigen Angebote der Uni, die über das Studium hinausgehen: Fremdsprachen, Schreibkurse, Computerkurse usw.

Delia Imboden, MA in World Arts und Slavistik, Universität Bern
Delia Imboden, MA in World Arts und Slavistik, Universität Bern «

Es lohnt sich während dem Studium nicht nur auf ECTS Punktejagd zu gehen, sondern auch Kurse zu belegen, die einem wirklich interessieren, auch wenns keine Punkte dafür gibt. So kann man vom Studium richtig profitieren und alles macht auch viel mehr Spass. »

Sofie Behluli, MA English Languages and Literatures und Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Universität Bern
Sofie Behluli, MA English Languages and Literatures und Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Universität Bern «

Anglophone Literatur ist meine Leidenschaft. Bücher zu lesen, mich mit anderen über diese auszutauschen und mein Wissen in längeren Arbeiten zu vertiefen - ein Traum! »

Julia Vögelin, BA Deutsche Philologie und Soziologie, Universität Basel
Julia Vögelin, BA Deutsche Philologie und Soziologie, Universität Basel «

Es lohnt sich, immer wieder einen Blick in den Leitfaden des Studienfaches zu werfen. So kann man es vermeiden, am Ende des Bachelorstudiums noch Pflichtveranstaltungen nachholen zu müssen, obwohl man das Diplom schon in den Händen halten könnte. »

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